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Nürnberger „RAP“-Bardentreffen ohne Nürnberger Rap

Wie viele von euch mitbekommen haben dürften, war am Wochenende das Bardentreffen mit ca. 100 Konzerten auf 9 Bühnen. Das diesjährige Motto lautete RAP für Rhythm and Poetry.

Dies wäre eigentlich ein Anlass zum Freuen gewesen, da auch einige RapperInnen eingeladen wurden, aus dem Ausland, aus verschiedenen Städten, aber leider ging keine einzige Einladung an RapperInnen aus Nürnberg, denn die lokalen Künstler hatten die Organisatoren des Bardentreffen schlichtweg vergessen, was von Leuten aus der Szene auch scharf bemängelt wurde.

Der Karsten vom USG6 und dem Schallplattenfachhandel nahm die Sache daher in die eigene Hand und brachte in das Nürnberger RAP Bardentreffen Nürnberger Rap, indem er kurzerhand eine eigene Plattform auf die Beine stellte und sich zahlreiche lokale Künstler einlud.

Von dieser bekam die Stadt Nürnberg im Vorfeld mit und lud Karsten zu sich ein. Dies war aber nicht, um ihre Unterstützung zuzusichern wg. dem Fauxpas, sondern um im Gegenteil darauf hinzuweisen, dass keine Konkurrenzveranstaltung gewünscht ist und sich hier an strenge Auflagen gehalten werden muss.

Karsten äußerte sich hierzu öffentlich über die Nürnberger Nachrichten.

„Es ist halt einfach schade: Die Kids kommen zu mir in den Laden und fragen, warum das Thema in diesem Jahr Rap lautet, sie aber nicht mitmachen dürfen. Dabei wäre das Bardentreffen eine prima Gelegenheit gewesen, die vielseitige fränkische Szene mal einem breiten Publikum zu präsentieren.“

auch die Veranstalter von „Nürnberg Release“ ließen es an öffentlicher Kritik hierzu nicht mangeln.

Die Organisatoren des Bardentreffens reagierten statt mit Einsicht, mit einer Ausrede, hier ein Zitat aus der NN von Rainer Pirzkall, Organisator des Bardentreffens:

„Uns geht’s nicht um HipHop, uns geht’s um Sprechgesang, um die Auswirkungen des Sprechgesangs auf den Global Pop, innerhalb der Weltmusik. Wir nehmen tatsächlich Sprechgesang im wahrsten Sinne des Wortes. Natürlich hat das nichts mit HipHop zu tun. Und das sagen wir auch gar nicht, sondern wir reden immer nur von Sprechgesang.“

Und warum luden Sie sich dann keine Vertreter des „Sprechgesangs“ aus Nürnberg ein, lieber Herr Pirzkall?

Nach dem NN-Artikel wurde auch Mitorganisator Herr Radlmeier vom Franken Fernsehen dazu befragt, fand aber ebenfalls keine plausiblere Erklärung. Als er darauf angesprochen wurde reproduzierte er – sichtlich nervös – nur die vorangegangene Ausrede.

Warum, liebe Stadt Nürnberg, fällt es euch so schwer, die Kritik anzunehmen. Wenn ihr keine Ahnung davon habt, wieviel RAP (also Rhythm and Poetry ) in Nürnberg am Start ist, fragt doch einfach mal in eurem eigenen Hause nach, denn immerhin sind viele der Aktiven aus der Szene auch ehrenamtlich in städtischen Jugendeinrichtungen engagiert.

Zumindest nachdem ihr drauf aufmerksam gemacht wurdet, wäre etwas mehr Entgegenkommen schön gewesen, statt der in Eigenregie organisierten Plattform auch noch Steine in den Weg legen zu wollen.

Das Bardentreffen ist nun rum ums Eck. Aber immerhin wissen wir jetzt, dass es noch einiges an Aufklärungsarbeit braucht, bis die Stadt Nürnberg die florierende, lokale Kultur auch wahrnimmt. Und das sollte sie, denn immerhin will sie 2025 Kulturhauptstadt werden.

Herr Radlmeier war so freundlich und hat sich für ein Interview bereit erklärt, das wir, Nino und dissi, gemeinsam mit Karsten und Trump mit ihm führen werden.

Weiteres zum Thema:

https://www.br.de/puls/musik/kritik-am-bardentreffen-2018-zu-wenig-hip-hop-100.html

Auf MC Trumps Facebookseite findet ihr ebenfalls noch einen aktuellen Artikel.

 

 

 

 

 

Sendung 28.07.2018 – Interview mit Marcus Staiger und Nürnberg Release, Public Enemy Tribute

Da wir von Hörern mitgeteilt bekamen, dass letzten Samstag der Internet Livestream nicht funktionierte, die Sendung also überregional nicht zu hören war, stellen wir sie bis kommenden Freitag zum Nachhören auf Mixcloud. Danach löschen wir sie.

Jingle
Pissen in den Ozean – Prezident

Ihr hört ein Interview mit Marcus Staiger, das wir nach seinem Vortrag zum Thema „Antisemitismus im HipHop“ in der Luise machten. Marcus war auch in Israel und Palästina und hat dort lokale Künstler interviewed, dazu ist auch ein Film in der Mache. Wir sind gespannt. Sascha Weigelt aus München und Matze aka Harlekin aus Nürnberg haben uns bei dem Interview unterstützt

Tracklist:
Exklusivinterview – Max und Afrob
Geschlossene Gesellschaft – Moop Mama
Brot und Spiele – Kolission
Whity (50kilo) – Blaulichtalarm

Wir interviewten ebenfalls noch noch MMO82 von der Schwarzkopf Anarchie, der zusammen mit Freunden als Veranstalter „Nürnberg Release“ mit Liveveranstaltungen Newcomern eine Bühne geben will. Es ging um Nürnberg Release, menschliche Macken, mangelnde Förderung von HipHop Künstlern durch die Stadt (auch, aber nicht nur in Bezug aufs Bardentreffen), Rassismus und wie es besser laufen könnte.

Keine Hektik – K.Baba & Gipsy
Wenn es dunkel wird – Maxodus feat. BOBBY PRIME
Dattelpalme – Killa Kid und Serci

Nicht nur der Ghettoblaster, auch Public Enemy feierten dieses Jahr den dreißigsten Geburtstag. Anlässlich dieses Jubiläums hat Gubimann einen Mix gemacht, welcher auf dem Onlineblog „90erhiphop.de“ veröffentlicht wurde und den er uns zum Spielen zur Verfügung stellte. Danke auch hier an Sascha für die Kontaktherstellung. Wir konnten ihn nicht ganz spielen, den kompletten Mix findet ihr aber auf 90erhiphop.de oder hier:

NBG History – Interview mit den Gründern des Ghettoblasters

Interview mit MC Pimp, Superhartmut und DJ WX Rey
die vor 30 Jahren den Ghettoblaster mitgründeten

 
Foto von links: MC Pimp, Superhartmut, DJ WX Rey

Wir führten eine nette und interessante Unterhaltung mit einigen der Gründern der allerersten Ghettoblasterredaktion und zwar mit MC Pimp (aka Martin Peetz), DJ WX Rey (aka Wolfgang Reyscher) und dem Superhartmut (aka Tommi Linz), die vor 30 Jahren, also 1988, den Ghettoblaster mitgründeten.

Sie erzählen mit viel Augenzwinkern über die Anfänge von Radio Z und der Ghettoblaster-Redaktion, die ersten Bewegungen der HipHop-Kultur in Nürnberg, die ersten aktiven Crews und DJs, welche Clubs es damals gab und viele Einblicke in Nähkästchen und Anekdoten aus früheren Zeiten.

Der Anfangssong B-Culture ist ein eigener. Beteiligt daran waren Wolfgang Reyscher (Gesang und Gitarre), Martin Peetz (Git und Gesang), Udo Stowitz (Ex Shiny Gnomes Drummer) und William Haag (Keyboards, Bass)

Checkt das unbedingt aus.

Das Interview war mit den Tracks:

DJ WX Rey – B-Culture
King Size Terror – Annihilating Statements
De La Soul – Eye Know
Run DMC – King of Rock
The 7A3 – Coolin‘ in Cali
Eric B. & Rakim – Follow the Leader
Gang Starr – Precisely The Right Rhymes
Queen Latifah – Princess of the posse

Unterlegerbeat:
King Size Terror – No Musical Compromise

Die drei Oldschooler haben uns zu unserer Riesenfreude einen Packen ihrer alten Ghettoblastertapes mitgegeben, die wir gerade digitalisieren. Hier könnt ihr daher schon einen alten Mix von DJ WX Rey aus dem Jahr 1989 hören. Weiterer Stoff folgt, unter anderem auch Livemitschnitte damaliger Parties.

Und wer auf mit viel Liebe gemachten Trash einsteigt (so wie der ein oder die andere von uns), kann sich hier den Superhartmut reinziehen. Der Superhartmut ist ein Superheld aus Norishausen, der mit seinem Propellerhelm durch die Gegend fliegt, um die lokale Subkultur zu retten. Seine heldenreichste Aktion war natürlich die Gründung des Ghettoblasters…

Wer einige der alten Hasen kennenlernen möchte, kommt am besten kommenden Samstag zum 30jährigen Jubiläum des Ghettoblasters.

 

Playlist 23.06.2018

Playlist vom 23.06.2018 mit
Nino Berry und Dissidentin

Interview mit Tommi Linz aka Superhartmut, Martin Peetz aka MC Pimp und Wolfgang Reyscher aka DJ WX Rey, die vor 30 Jahren den Ghettoblaster gründeten und ihn von 1988 bis 1992 machten. Sie erzählen mit viel Augenzwinkern über die Anfänge von Radio Z und der Ghettoblaster-Redaktion, die ersten Bewegungen der HipHop-Kultur in Nürnberg, die ersten aktiven Crews und DJs, welche Clubs es damals gab und viele Einblicke in Nähkästchen und Anekdoten aus früheren Zeiten. Checkt das unbedingt aus…

Interview mit den Tracks:

DJ WX Rey – Be Culture
King Size Terror – Annihilating Statements
De La Soul – Eye Know
Run DMC – King of Rock
The 7A3 – Coolin‘ in Cali
Eric B. & Rakim – Follow the Leader
Gang Starr – Precisely The Right Rhymes
Queen Latifah – Princess of the posse

Unterlegerbeat:
King Size Terror – No Musical Compromise

Playlist 16.06.2018

Playlist 16. Juni 2018 –
Da Kay, DJ Chillmatic, Alex Alleshater

01. Bluestaeb feat. Noah Slee – Mr.
02. Bluestaeb – STAAAY
03. Bluestaeb – Complete
04. Bluestaeb – No Way
05. Bluestaeb feat. Pete Flux – All Day
06. Bluestaeb – Alright
07. Jay Rock – Redemption (feat. SZA)
08. Nas – Bonjour
09. Apollo Brown & Locksmith – Between The Raindrops
10. Bungle Brothers – Johnny Walkman (Lakatroid Remix)
11. Ol‘ Burger Beats – Moon Is Out (Remix) feat. Chester Watson & Kent Loon
12. Eligh feat. Reverie – J.R. High Love
13. GLC – Clockin‘ Lotsa Dollarz (feat. Bun B, Sir Mix-A-Lot)
14. Megaloh – So Ist Das Leben
15. Talib Kweli – Cold Rain
16. Nefew – Day By Day

2. Stunde: Live-Mix

Playlist 09.06.2018

Playlist vom 09.06.2018
DJ Chillmatic und Alex Alleshater

01. Ras Kass – Home Sweet Home
02. Ras Kass – What U Want (feat. Mike City)
03. Children Of Zeus – All On You ft -KSR- & DRS
04. Children Of Zeus – Slow Down
05. Pusha T – The Games We Play
06. Pusha T – Santeria
07. Pusha T – Hard Piano feat. Rick Ross
08. ASAP Rocky – Purity (feat. Frank Ocean)
09. Kiefer – FOMO
10. Kanye West – No Mistakes
11. Black Thought & 9th Wonder – Thank You (feat. KIRBY)
12. Kanye West & Kid Cudi – 4th Dimension
13. Ali Shaheed Muhammad & Adrian Younge – Better Endeavor
14. Curren$y & Harry Fraud – Scarab 38 feat. Action Bronson
15. Terfak – Bürgerliches Pferd (Schuu)

2. Stunde:
jazz:pa – jazz Focus mix

Tracklist:
Yussef Kamaal – Lowrider
Ezra Collective – Pure Shade
BadBadNotGood – Fall In Love
Ambrose Akinmusire – As We Fight
Ezra Collective – Space Is The Place
Taylor McFerrin – Already There
BadBadNotGood – Structure No3
Clutchy Hopkins & Fat Albert – Zero G’s
Karavan – Warzone
Build An Ark – Blessings Song
Kendrick Lamar – Untitled 5
Flying Lotus – See Through You
Flying Lotus – All In
Breathing Effect – Wood Thrush
30/70 – Slanging
Kamasi Washington – Perspective